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Archive for the ‘Live Berichte’ Category

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Auch in diesem Jahr hat das Bochum Total Festival, das sich laut Angaben der Veranstalter mittlerweile zum größten Musikfestival Europas gemausert hat, die Bochumer Innenstadt wieder für vier Tage zum Schauplatz unzähliger Konzerte gemacht. Trotz Regens zog es in diesem Jahr wieder 700.000 Besucher an. Für alle, die so wie ich an diesem Ereignis nicht teilnehmen konnten, gibt es hier eine Menge Bilder.

Ich möchte auch nochmal auf meinen eigenen Bericht und meine Fotos von Liv Kristines Konzert beim Bochum Total 2006 verweisen. 🙂

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Once again the festival Bochum Total, which is according to the organizer now the biggest music festival of Europe, made the city center of Bochum (Germany) become the stage of countless concerts. Despite the rain it attracted 700.000 visitors this year. For everybody who (like myself) missed out on this event, there are a lot of pictures here.

I would also like to remind you of my own review of  and pics Liv Kristine’s concert at Bochum Total 2006. 🙂

Liv Kristine @ Bochum Total 2006 – one of my personal highlights of the year!!

Liv Kristine beim Bochum Total 2006 – für mich einer der Höhepunkte des Jahres!!

Her husband Alex fliming! 🙂

Ihr Ehemann Alex filmt den Auftritt! 🙂

Thorsten (Tosso) Bauer

Timon Birkhofer

Dimitrios Argyropoulos

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Nothing new today, so I dugg up some reviews on Battlelore’s recently finished tour!

Berlin in German, auf Deutsch, good review plus setlist

Annaberg – only pics, nur Fotos

Brno in Czech … ähm… I hope this IS a review, I don’t understand a word! 😀

Dortmund in German, auf Deutsch

München in German, auf Deutsch

Marburg video and pic don’t seem to be from there, because Jyri is in them and… isn’t he gone for 6 months?! And…. it is a little difficult because of the makeup but I’d say this looks and sounds like the former singer Patrik Mennader. So the video must be at least … 2 years old I think. Besides…. why in the world would someone bring a German flag to the concert?! 🙂

Ahh these are real pics from Marburg and another review in German, auf Deutsch.

Stuttgart in German, auf Deutsch

Eind hoven Dutch , Nederlands

Kaisa ya Maria

Kaisa, Maria

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I don’t have much time today…. but Battlelore spent theirs on updating their tour diary with news from Eindhoven, Illingen (Earthquaker), Dortmund and Stuttgart. Click here!

Kaisa ya Tomi

Tomi, Kaisa

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Auf der Nightwish Website gibt es einen neuen Video- blog der etwas von den Aufnahmen des neues Albums zeigt. Man sieht wie Marco und Emppu ihre Parts einspielen. Außerdem kann man schon ein klein wenig in das Album hineinspionieren … man hört (und sieht) wie einige Orchesterlinien aufgezeichnet werden, die sehr vielversprechend klingen. Ich war allerdings etwas überrascht zu sehen, dass auch kleine Jungen Sopran eingesungen haben und es auf dem Album wohl einen Dudelsack zu hören geben wird. Klingt jedenfalls kreativ! Aber überzeugt euch selbst!

Hier gibt es noch ein paar Fotos aus dem Studio und ein Studiotagebuch! Viel Spaß!

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click here

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Lange haben die Konzertkarten für Poison Black, Lacrimas Profundere und Lacuna Coil auf meiner Fensterbank auf den Tag gewartet, an dem sie ihre Bestimmung erfüllen sollten. Am 6.11. 2006 war es dann endlich wo weit. Glänzend, weil frisch entstaubt, traten sie mit mir die Reise ins schöne Köln am Rhein an.

Leider war der Beginn das Abends eine Enttäuschung. In der Music Hall erfuhren wir durch einen Aushang, dass Lacrimas Profundere nicht auftreten würden. Wie ich jetzt weiß, ist Sänger Christopher einige Tage vorher in Linz von der Bühne gefallen und hat sich eine Gehirnerschütterung zugezogen – in diesem Zusammenhang: “Gute Besserung und Hals und Beinbruch für den nächsten Auftritt!”. 🙂

Doch sprichwörtlich hat jede Tragödie auch ihr Gutes und so genossen an diesem Abend Poison Black als einzige Vorband die gesamte Aufmerksamkeit.

Diese hatten sie auch verdient, denn das Quintett aus dem hohen Norden hat mir so gut gefallen, dass ich in meinem CD- Regal schon ein Plätzchen für ihr Album mit dem schaurig- schönen Titel “Lust stained despair” reserviert habe. Markante Riffs, eingängige Melodien, interessante Stimme… was soll man da noch sagen?! Vielleicht dass die finnischen Rauhbeine auch eine zarte Seite haben… denn der Sänger Ville Laihiala kündigte eins der Lieder (dessen Titel ich leider vergessen habe *räusper*) mit den folgenden Worten an: “And again this song goes to Mama, because I fucking miss her.” Ville wußte allerdings nicht nur durch seine Sensibilität und seinen Familiensinn, sondern vor allem durch sein Können zu beeindrucken, indem er nicht nur sämtliche Vocals übernahm und gleichzeitig Gitarre spielte, sondern als Krönung auch noch alle Gitarrensoli in persona absolvierte! Wenn der’ s nicht drauf hat, weiß ich nicht wer… 😉

Etwas weniger zu tun hatte dagegen Keyboarder Marco Sneck, dessen Haarpracht mit Tränen des Neids in die Augen getrieben hat!! Wieso müssen Männer immer so viele Haare haben, der wäre auch mit der Hälfte gut ausgekommen!

Im krassen Gegensatz zu den Bier trinkenden und auf die Bühne spuckenden Finnen stand die italienische Designerperformance des Headliners. Schon der Bühnenauftritt von Lacuna Coil war genial inszeniert. Zunächst traten die 4 Musiker Marco Coti Zelati (Bass), Cristiano Migliore (Gitarre), Marco Biazzi (Gitarre) und Cristiano Mozzati (Drums) auf die schwarzlichtbeschienene Bühne und stellten sich im Rechteck auf. Sie trugen die weißen Masken aus Verbandsmull wie sie auf dem Cover des aktuellen Albums Karmacode zu sehen sind, welche durch den Schwarzlichteffekt leuchteten und schwarze Hemden mit dunklen Krawatten. Danach betraten auch die Vocalisten Cristina Scabbia und Andrea Ferro die Bühne und bauten sich zwischen den Musikern auf. Sie trugen weiße Hemden mit schwarzen Krawatten und keine Masken. Die Aufstellung bot in Verbindung mit dem Schwarzlicht einen sehr beeindruckenden Anblick.

Dann wechselte die Beleuchtung von Schwarzlicht zu weiß, pink und blau und es ging los!

Eine symmetrische Aufstellung auf der Bühne, die wie mit dem Lineal gezogen wirkte, behielten die Italiener die gesamte Show über bei. Die Gitarristen Cristiano und Marco hatten exakt gleich aussehende 7- seitige ESP Gitarren (jeder 2 Stück, es wurde zwischendurch gewechselt), sodass sich dem Auge ein perfekt abgestimmter Anblick bot. Professioneller hätte man es nicht organisieren können. Der Bassist Marco Coti Zelati verwendet übrigens Plectren in Nationalfarben! 🙂

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die scheinbar unerschöpfliche Energie von Cristina Scabbia … wenn ich 10 Minuten lang so abgehen würde wie sie die vollen 1 ½ Stunden, müsste man mich raustragen! 😉 Die ganze Zeit war sie in Bewegung, was ihrer beeindruckenden Stimme nicht im Geringsten anzumerken war … und zwischendurch legte sie immer wieder ein perfekt durchchoreographiertes Synchronheadbanging mit ihren Bandkollegen hin.

Die ganze Band machte einen sehr sympathischen Eindruck. Sie haben nicht nur ihre Performance durchgezogen, sondern alle im Raum mit einbezogen…. so hat z. B. Drummer Cristiano Mozzati dem Publikum seinen Mittelfinger gezeigt! 😉

Nein, nein, ansonsten waren alle sehr freundlich, Andrea hat zu Beginn und zum Ende des Konzertes richtig schöne Ansprachen an das Publikum gehalten, wobei er beispielsweise erwähnte, dass dies das vorletzte Konzert ihrer zweimonatigen Tour sei…. Müdigkeit konnte man ihnen allerdings wirklich nicht anmerken! Mit Cristina gemeinsam animierte Andrea das Gesamte Publikum dazu, im Rhythmus von „fragile“ mitzuhüpfen. Später sagten sie, das Publikum sei anscheinend zu müde und wolle wohl nach Hause gehen… danach forderten sie einen Gegenbeweis, wozu erst die rechte, dann die linke Publikumshälfte sich die Seele aus dem Leib schreiben musste! 🙂 Damit waren sie zufrieden und es konnte weitergehen.

Für „virtual environment“ bat Cristina um stimmungsvolle Beleuchtung, allerdings sollte das Publikum nicht wie sonst üblich die Feuerzeuge anmachen, Cristina bevorzuge die mordernere und daumenfreundliche Variante… alle mussten ihre Handys („mobile lighters“ 😉 ) rausholen und das Display beleuchten! Sieht von der Bühne aus sicher auch nett aus! 🙂

Das Depeche Mode Cover „Enjoy the Silence“ wurde kollektiv mitgegrölt, bis die Stimmbänder endgültig ihren Geist aufgaben! Nicht nur die waren stark in Mitleidenschaft gezogen, auch die Ohren fiepten und fühlten sich an wie mit Watte verstopft… Gehörschutz ist also zu empfehlen!

Nachdem Lacuna Coil unter Zugaberufen die Bühne verlassen hatten wurde diese in den italienischen Nationalfarben beleuchtet. :)Fotos der Tour gibt es übrigens hier bei der Lacuna Coil – Community Emtpy Spiral. Sie sind wohl nicht von dem Konzert in Köln, aber trotzdem repräsentativ! Viel Spaß!

 

 

 

 

 

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Hier findet ihr einen Review des Konzerts von Lacuna Coil im London Astoria.

Hier sind Fotos des Gigs.

Hier gibt’s Fotos von Lacuna Coil im King’s College

und hier Cristina Scabbia’s Tourtagebuch!

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Zwischen hunderten von schwitzenden Leibern überquere ich die Brücke und betrete die mittelalterliche Festungsanlage, die von zwei Wachtürmen flankiert wird. Die Wachposten am Tor fordern mich auf, meinen Passierschein vorzuzeigen und lassen mich schließlich weiterziehen. Ich steige steile Treppen hinauf. Oben angekommen begegne ich einer Maid, die in Nationaltracht gehüllt ist. Sie weist mir gütig den Weg hinab in die dunklen Tiefen der Vorburg, wo ich heute eine Audienz habe…

… bei der Königin des Gesangs, der finnischen Sopranistin Tarja Turunen. Denn in der 1475 erbauten Burganlage finden seit 1967 regelmäßig Aufführungen im Rahmen der Opernfestspiele von Savonlinna statt, die mittlerweile Weltruhm erlangt haben. Die Festung Olavinlinna ist zu Recht für ihre einzigartige Akustik berühmt.

Ich besuchte hier das Konzert von Tarja Turunen und dem Tenor Raimo Sirkiä, begleitet vom Kuopio Symphony Orchestra unter der Leitung von Riku Niemi. Es war ursprünglich nur eine Veranstaltung für den 16.07.2006 geplant, doch obwohl der zum Auditorium umfunktionierte Innenhof der Burg 2257 Zuschauern Platz bietet, war sie nach wenigen Tagen ausverkauft, sodass man eine zweite Aufführung am 21.07.2006 organisierte. Für diese konnte ich glücklicher Weise noch Karten ergattern und mich so selbst davon überzeugen, dass die offenbar hohen Erwartungen der Ticketkäufer gerechtfertigt waren.

Das Konzert, das eine stilübergreifende Mischung aus Oper, Musical und Rock präsentierte, begann mit der instrumentalen Ouvertüre aus Così fan tutte von Amadeus Mozart.

Der Auftritt der beiden Stars des Abends, Turunen und Sirkiä war glänzend inszeniert. Zu den Klängen von Andrew Lloyd Webber’s Phantom of the Opera stieg Tarja Turunen von links oben kommend über eine steinerne Treppe auf die Bühne herab, während Raimo Sirkia rechts unten auf der Bühne erschien.

Nach diesem Duett sangen die beiden zunächst immer im Wechsel. Turunen legte Rusalka’s Arie von Antonín Dvorák vor, worauf Sirkiä mit Caruso von Lucio Dalla antwortete. Daraufhin trug Turunen Don’t Cry for me Argentina aus dem Webber- Musical Evita vor, wobei sie den Refrain zunächst auf Spanisch sang, dann nur summte und ihn schließlich ganz dem Orchester überließ, um mit seiner englischen Version zu enden. Nach Sirkiä’s Lamento di Federico aus der Oper „L’ Arlesiana“ folgte ein rein instrumentales Intermezzo in Form von Nightwish’ s Moon Dance, das wundervoll für Orchester arrangiert worden war.

Turunen und Sirkiä ließen sich hierdurch jedoch nicht lange die Schau stehlen und präsentierten ihrerseits die Nightwish- Klassiker Two for Tragedy und Angels Fall First. Hintergrund dieser Auswahl ist, dass Tarja Turunen von 1997 bis 2005 Sängerin der Band Nightwish war und sich entschlossen hat, auf ihren Konzerten weiterhin die Nightwish- Stücke vorzutragen, die ihr besonders ans Herz gewachsen sind. Sirkiä allerdings scheint kein besonders glühender Verehrer dieser Band zu sein, zumal er sich für diese Stücke mit einem Notenblatt behelfen musste. 😉

Den wunderschönen Abschluss des ersten Teils bildete das Duett „Written in the Stars“ aus dem Musical Aida von Elton John und Tim Rice. Die besagten Sterne wurden in der abgedunkelten Burg durch Lämpchen an der hinteren Burgmauer vertreten.

Nach 20- minütiger Pause eröffnete das Orchester unter der Leitung von Riku Niemi mit dem Intermezzo sinfonico aus Cavalleria Rusticana von Pietro Mascagni.

Tarja Turunen hatte sich für den zweiten Teil umgezogen. Während sie zunächst einen schlichten schwarzen Hosenanzug getragen hatte, umhüllte sie nun ein langes blaues Kleid. Auch Raimo Sirkiä hatte sich für den zweiten Teil umgezogen – er trug keine Jacke mehr! 😉

Nach Sirkiä’s „Canio’s Aria“ von Leoncavallo und Turunen’ s „Somewhere“ aus dem Musical Westside Story sangen die beiden Arm in Arm das von Sarah Brightman bekannte „There for me“. Daraufhin sorgte das Orchester für eine musikalische Auflockerung. Gespielt wurde Freestyler – ja, richtig, Freestyler von Bomfunk MC’s. 🙂 Riku Niemi hatte dies für Orchester arrangiert und trug es so mitreißend vor, dass er Turunen und Sirkiä beinahe den rang als Stars des Abends ablief. Der Dirigent bewies hier wahres Showtalent, indem er zunächst den Takt steppte, ihn dann mit zwei Xylophonstäben schlug, von denen einer in seinem Mund steckte, und schließlich von der Bühne sprang, um den Takt auf einem Geländer der Zuschauerränge weiter zu schlagen. All dies tat er mit einer Gestik, die jedem Zirkusclown Ehre gemacht hätte. So schallte auch aus dem Publikum lautes Gelächter.

Darauf folgte gesungen von Sirkiä und begleitet von einer tanzenden Tarja Turunen und dem ebenfalls singenden Riku Niemi die wohl bombastischste Version von Proud Mary, die ein Dirigent je einem Sinfonieorchester entlockt hat. Die Zuschauer waren so mitgerissen, dass sie wild mit den Füßen stampften, bis die alten Burgmauern erzitterten! 🙂

Tarja Turunen hat oft in Interviews gesagt, dass die Nightwish- Hörer nur einen kleinen Teil ihrer wahren Stimme erleben. Bisher habe ich eigentlich nie verstanden, was sie damit meint… doch seit ich sie Lauretta’s Arie (O mio babbino carro) von Puccini habe singen hören, muss ich ihr uneingeschränkt Recht geben! Die stimmliche Leistung, die sie bei diesem Lied gezeigt hat, hat mir den Atem verschlagen!

Furioser Abschluss des Konzertes war laut Programm „Beauty of the Beast“ von Nightwish. Hierfür traten 8 Mitglieder des Opera Festival Choir – 4 weibliche, 4 männliche – auf den oberen Absatz der Treppe rechtsseitig der Bühne. Wiederum begeisterte das Orchester mit Bombast und Tarja Turunen mit ihrer dramatischen Stimme und einigen Tanzeinlagen! 🙂 Meiner Meinung nach der perfekte Abschluss zu einem perfekten Konzert. Doch ich hatte mich getäuscht!

Turunen und Sirkiä überraschten das Publikum noch mit einer Zugabe, nämlich Brindisi aus La Traviata. Zum Ende des Vortrags hin stieg Tarja die Treppe, die sie zu „Phantom of the Opera“ hinabgekommen war, wieder hinauf, um der Aufführung einen runden Abschluss zu geben. Alle Musiker wurden daraufhin mit tosendem Applaus verabschiedet.

Nach dem Konzert leerte sich der Burghof bis auf einige standhafte Tarja- Fans, die die Gelegenheit zu einem Treffen mit ihrem Star nicht ungenutzt lassen wollten. Schließlich erschien Tarja mit ihrem Ehemann Marcelo Cabuli. Während er sich mit ihrem Koffer und einem Strauß Rosen, den Tarja für ihren Auftritt bekommen hatte, von dannen machte, nahm Tarja sich mit der Geduld eines Engels Zeit für Fotos, Autogramme und Gespräche mit den Fans. Auch ich konnte mich mit ihr unterhalten und fragte (wenig einfallsreich 😉 ), wann sie wieder in Deutschland auftreten werde – schließlich war ich 1600 km gereist, um sie sehen zu können! Sie antwortete, dass sie für das nächste Jahr Auftritte in Deutschland vorgesehen hat. Wir haben also einiges, worauf wir uns freuen können! 🙂

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Am 16.07.2006 trat Liv Kristine mit ihrem Soloprojekt auf dem Bochum Total Festival auf. Liv Kristine live und das auch noch umsonst – klar, dass ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen wollte! 😉

Also quälte ich mich tapfer durch die infernalische Hitze, trotze allen Gefahren, die bekanntermaßen bei Kontakt mit der Deutschen Bahn zu Tausenden lauern und machte mich auf nach Bochum.

Erstaunlicher Weise funktionierte der Transport reibungslos (nur auf dem Hinweg!!!) und so kam ich eine Stunde vor Beginn des Konzerts an der Ringbühne an und ließ mich im Schatten nieder – innerlich auf eine Stunde langweiligen Wartens eingestellt.

Doch Fortuna war mir hold, denn schon wenige Minuten nach meiner Ankunft trat die sehnsüchtig erwartete Liv auf die Bühne und erfreute die wenigen Anwesenden mit dem Klang ihrer wundervollen Stimme. Ok, zuerst war es etwas enttäuschend, denn man vernahm nur „eins, zwei, check…. eins, zwei, check…“ 😉 … aber selbst der Mikrofoncheck gelingt einer Liv Kristine schöner und melodiöser als jedem anderen Mensch auf der Welt!! 😉 Daraufhin fragte sie über Mikro „Sollen wir mal was anspielen?“ (ich dachte natürlich „Jajajajajajajajaja!!!“) und so geschah es. Tatsächlich wurde nicht nur „was angespielt“, nein, es wurden zwei komplette Stücke durchgespielt! Das erste war „Over the moon“, welches das zweite war, habe ich vor Aufregung vergessen … *räusper*! 😉

Beeindruckend war jedenfalls, dass Liv während dieser Proben eher gelangweilt auf der Bühne herumtrottete, mit hängendem Kopf im Kreis lief und trotzdem einfach perfekt klang!

Dieser Umstand hatte für mich leider einen negativen Nebeneffekt, denn es sammelte sich sofort Publikum vor der Bühne und nahm mir sowohl die freie Sicht, als auch den anvisierten Stehplatz in der ersten Reihe mittig vor der Bühne. 😉

Naja, was soll’s, ich denke ich kann mich nicht beschweren, zumal ich noch etwas weiter seitlich in der ersten Reihe ein Plätzchen fand.

Ca. 20 Minuten vor dem geplanten Konzertbeginn verschwand Liv dann vorerst wieder von der Bühne mit dem Versprechen „Gleich gibt’s mehr!“ – und das hat sie auch zu voller Zufriedenheit eingehalten. 🙂

Während ich wartete, gab es natürlich wieder einen Aufreger – die Ansagerin sprach Liv’ s Namen falsch aus und eine Frau hinter mir lästerte ungeniert über die männlichen Zuschauer in Lackröcken! 🙂 Zudem sagte sie, sie sei gespannt, ob Liv, die auf dem Album so eine wunderschöne Stimme habe, live ebenfalls gut klingen werde! Gerne hätte ich sie informiert, dass Liv’s Stimme live mindestens so perfekt klingt wie auf dem Album, aber ich hielt mich lieber raus! 😉

Pünktlich trat die besagte Liv wieder auf die Bühne, in Begleitung der Musiker Timon Birkhofer, Dimitrios Argyropoulos, Thorsten Bauer und Moritz Neuner, letztere beiden bekannt von Leaves’ Eyes und Atrocity. Timon Birkhofer und Dimitrios Argyropoulos sind aufmerksamen Lesern von Liv’s Website aufgrund ihrer Mitarbeit bei den Aufnahmen von „Enter my religion“ bekannt. Dimitrios spielte ein traditionelles griechisches Instrument, von dem ich annehme, dass es sich um eine Bouzouki handelte, es könnte jedoch auch eine Tzoura gewesen sein… mit solchen Details bin ich leider überfordert… vielleicht möchte mich ja jemand belehren. Timon übernahm Bass und Gesangsparts.

Das Konzert begann albengetreu mit dem fantastischen Gute- Laune- Lied „Over the moon“, was geschickt gewählt war, da es die hitzegeplagten Zuschauer in ausgelassene Stimmung versetzte und es bereits so manchem in den Beinen juckte.

Liv bekannte daraufhin, falsch gekleidet zu sein… sie meinte, ein Badeanzug (natürlich standesgemäß in schwarz) wäre passender gewesen. Die männlichen Zuschauer waren von dieser Idee selbstverständlich begeistert (vielleicht wäre es eine gute Idee für’s nächste Konzert 😉 ), ich muss allerdings sagen, dass ihr Outfit, bestehend aus einer türkisen Corsage und einem goldenen langen Rock, sie auch recht angemessen kleidete. 🙂 In der Rubrik Live Pics oder einfach weiter unten kann sich der geneigte Leser hiervon selbst überzeugen.

In dieser farbigen Kombination hob sich die Sängerin jedoch deutlich vom Publikum ab, stellte praktisch den einzigen Farbfleck in einem schwarzen Szenario dar, denn obwohl Liv in Bochum für ihr Popprojekt auf der Bühne stand, hatte sie hauptsächlich Gothic- Publikum. Das ist wohl das Los der Gothic-/ Metal- Sängerinnen. Davon kann auch Ex Nightwish Frontfrau Tarja Turunen ein Liedchen singen, die einmal in einem Interview berichtete, dass selbst wenn sie in einer Kirche auftritt und Weihnachtslieder vorträgt in der ersten Reihe Metaller in Lederhose und Nightwish- Shirt sitzen! Allerdings soll das nicht bedeuten, dass die Andersartigkeit der Musik irgendeinen der Anwesenden gestört hätte – im Gegenteil, es wurde kräftig geklatscht, mitgesungen und alle waren begeistert! Nach dem Konzert wurden Rufe nach Zugabe laut.

An zweiter Stelle auf der Setlist stand mit „My Revelation“ einer meiner persönlichen Lieblingssongs, wonach sich das Publikum zu „Fake a smile“ ein wenig ausruhen konnte. Liv war aufgrund der Hitze sehr besorgt um ihre Zuschauer, während diese wiederum um sie besorgt waren, denn schließlich stand sie auf der Bühne in der prallen Sonne… nun, alle haben das Konzert unbeschadet überstanden. 🙂

Im Anschluss an die vorgenannten Stücke bereitete Liv Kristine den älteren Fans eine angenehme Überraschung, indem sie „Deus ex machina“ sang, den Titeltrack ihres ersten (mittlerweile 10 Jahre alten) Soloalbums. Das eigentlich sehr ruhige Lied war für das Konzert als Gothicversion aufgemacht worden, was ausgiebig zum Tanzen genutzt wurde und mich begeisterte.

Es folgten „Trapped in your labyrinth“, das der schwedische Musiker (Hypocrisy) und Produzent Peter Tägtgren für sie geschrieben hat, „You take me higher“ und „For a moment“. Bei diesem Lied übernahm Timon Birkhofer die Backing Vocals, wie er es bereits bei den Studioaufnahmen getan hatte. Im Anschluss trug Liv noch ihre Version des Springsteen- Klassikers „Streets of Philadelphia“ vor. Das Ende des Auftritts bildete ein weiteres Stück aus der „Deus Ex Machina“- Zeit, nämlich „3 am“, das Liv damals als Duett mit Nick Holmes (Paradise Lost) aufnahm. Dieser wurde in Bochum glänzend von Timon Birkhofer vertreten.

Mit dieser Zusammenstellung ist Liv Kristine wieder einmal ihrem Ruf gerecht geworden, ihren Fans immer etwas Besonderes zu bieten, wofür ich mich hiermit noch einmal bedanken möchte! Ich habe mich über die beiden Lieder von „Deus Ex Machina“ wahnsinnig gefreut! 🙂

Hoffentlich hat der Auftritt beim Bochum Total trotz des hauptsächlich „schwarzen“ Publikums die Auswirkung, dass Liv mit ihrem Soloprojekt auch über die Szenegrenzen hinaus bekannt wird. Zu wünschen wäre es der sympathischen Norwegerin allemal und wer einmal in „Enter my religion“ reingehört hat weiß, dass dieses Album eigentlich jedem gefallen muss…ja, JEDEM – ohne Ausnahme!! 😉

http://www.livkristine.de

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Konzertbericht Lacrimosa (Support Gothminister),

30.05.2005 im T- Club, Turbinenhalle Oberhausen

„Lacrimosa, das ist vertonte Poesie“ hatte meine Freundin, die ich am 30.05.2005 zu Lacrimosa in den T- Club begleitete, mir angekündigt. Zur Vorbereitung auf diese wurde ich von ihr mit dem musikalischen Gesamtwerk der Band, sowie einem handgeschriebenen Zettel mit Kommentaren zu den einzelnen Alben und Liedern ausgestattet. Diese Kommentare waren auch bitter nötig, denn ohne sie hätte ich vor der Aufgabe, mich innerhalb von 4 Tagen mit der Musik von Lacrimosa vertraut zu machen, sicherlich kapituliert. Die Hürden waren einfach zu hoch – ich mag keinen Männergesang, ich mag keinen deutschen Gesang!! 🙂 Sicherlich würden mir die meisten Eingeweihten unter diesen Umständen raten, mich von Lacrimosa fernzuhalten. Doch hätte ich diesen Rat befolgt, wäre mir ein unvergessliches Erlebnis entgangen, das ich nicht missen möchte.

Wie Frauen es eben tun, trafen wir uns vor dem Konzert zum Schminken. Komisch, dass der Lebensgefährte der Gastgeberin schon nach wenigen Minuten mit verdrehten Augen das Weite suchte! 🙂

Ich hatte vorher im Internet als Schminkvorlage ein Bild vom M’ era Luna Festival aufgestöbert, das eine auffällig geschminkte Gothic- Schönheit zeigte und ging enthusiastisch ans Werk. Mindestens 30 Minuten und 20 Versuche später gab ich meinen Wunsch nach ihrem an Pflanzenranken erinnernden und weit über die Schläfen auslaufenden Lidstrich frustriert auf. Um die Haut um meine Augen nicht noch wunder zu machen, beschloss ich es bei dem Look zu belassen, der in der L’ Oréal- Werbung unverständlicher Weise als „Waschbäraugen“ bezeichnet wird! 🙂 Zu meinem auch ansonsten tiefschwarzen Outfit passte erstklassig der Granatschmuck, den ich vor kurzem von meiner Großtante geerbt hatte – nur am Rande sei erwähnt, dass es sich dabei eigentlich um Dirndlschmuck handelt! 🙂 Nunja… manchmal ist eben Improvisationstalent gefragt und ich bin sicher, dass das Outfit insgesamt wirklich überzeugend war! Jedenfalls fühlte ich mich im T- Club angekommen als Gleiche unter Gleichen und das war in diesem Fall das erklärte Ziel!

Der Abend wurde von der norwegischen Dark Metal Band Gothminister eröffnet. Diese trat geschminkt bzw. maskiert auf. Da das Konzert nun schon etwas länger zurückliegt, erinnere ich mich nur noch an ein Gesicht ala Freitag der 13. Der Sänger stand während nahezu der gesamten Performance auf einem mit schwarzem Tuch verhüllten Rednerpult, was wohl sein Amt als „Gothminister“ verdeutlichen sollte und immerhin eine kreative Idee war. Hinter dieses Pult zog er sich mehrfach wie in ein Versteck zurück, um dann in bedrohlicher Raubtierhaltung wieder hervorzutigern. Leider wollte während des knapp halbstündigen Auftritts keine rechte Stimmung aufkommen. Meine persönliche Meinung dazu ist, dass Gothminister mit ihrem fetten Sound und der tiiiiiieeefen Stimme des Frontmannes sehr wohl Potential haben. Beim Songwriting allerdings ist es ihnen bisher nicht geglückt, einen echten Ohrwurm zu fabrizieren. Oder wie meine Freundin es formulierte: “Aaaaaaaaaargh!! Das klingt ja alles gleich… oder ist das immer noch das erste Lied?!“ 🙂

Zu Gothministers Verteidigung sei noch angemerkt, dass ihr musikalischer Stil wohl von vornherein ungeeignet war, die doch eher zartbesaiteten Lacrimosaanhänger zu erfreuen. Sicher ist es schwer, für eine Lacrimosa – Tour einen passenden Support zu finden. Das Werk von Tilo Wolff und Anne Nurmi ist definitiv einzigartig und wer es in eine Kategorie anderer Bands einreihen will, wird sich schwer tun.

Lacrimosa, das ist vertonte Poesie, damit hatte sie Recht … und zwar so tiefgründige und ergreifende Poesie, dass sie es vermag, so manchem düsteren Vampir das Makeup nachhaltig zu ruinieren, wie ich an diesem Abend persönlich feststellen durfte. Ja, damit will ich sagen, dass bei „my last goodbye“ um mich herum so manche Träne geflossen ist. Bei mir selbst natürlich nicht!! 🙂 Indes sicherlich keine Tränen der Enttäuschung, denn als Lacrimosa endlich auf die Bühne traten, war selbst ich als Skeptikerin gefesselt. Man mag über die Outfits des Tilo Wolff denken, was man will 🙂 – man wird ihm nicht absprechen können, dass er eine sehr charismatische Persönlichkeit ist und durch seine bloße Anwesenheit Menschen in seinen Bann zieht. Ich muss zugeben, dass ich von der Art, wie er auf der Bühne präsent war, nach wie vor tief beeindruckt bin – ich habe schon etliche Konzerte anderer Bands gesehen, aber so etwas noch nie empfunden. NEIN, ich habe mich nicht in ihn verliebt!! 🙂 Ich versuche nur zu vermitteln, dass er einfach Showtalent hat. Es mag daran liegen, dass die Texte von Lacrimosa seine eigenen Gedanken und Gefühle wiedergeben und er die Musik daher nicht nur „vorträgt“, sondern „lebt“. Tilo Wolff wurde daher mit gutem Grund von den Fans mit Begeisterung empfangen.

Über seine Partnerin Anne Nurmi dagegen wurde von den Umstehenden Zuschauern hörbar abgelästert. Gut, sie hatte sich eine schwarze Gardine vor’ s Gesicht gehängt, aber vielleicht ist dies mit gutem Willen geschehen, um die Anwesenden zu schonen! Auch bei Gothicsängerinnen sprießt mal ein Pickel …

Gesanglich hat sie an diesem Abend offenbar positiv überrascht. Als sie zum ersten Mal auftrat, jammerten die unbekannten Fans hinter mir ein wenig, weil sie den schiefen Gesang erwarteten, an den auch ich mich allzu gut erinnerte, denn unter den von meiner Freundin auf dem Zettel besonders erwähnten Stücken war auch Anne’ s Solo „The turning point“ – auch von ihr wurde das Lied schon kommentiert mit „Anne singt hier schrecklich“. An diesem Maiabend in Oberhausen jedoch, so mussten auch die Lästerer hinter mir anerkennen, hat sie eine solide Leistung abgeliefert, die deutlich über der Darbietung auf der Platte lag! Allerdings könnte es auch sein, dass der Gesang auf der Scheibe nicht aufgrund von Unvermögen so schief anmutet, sondern die Sängerin ihrem Gesang so ihren eigenen Stil verleit, und dieser muss ja nicht jedermanns Sache sein – sonst wären sie nicht Lacrimosa! Ich persönlich habe Anne’s Gesangsparts als angenehme Abwechselung empfunden, denn nach jedem zweiten oder dritten Lied, das Tilo allein performte, wurde ein Solostück von Anne oder eines der wundervollen Duette der beiden eingeflochten. Aus meiner Sicht war dies die perfekte Aufteilung, denn es wurde auch mir als Nichtkenner auf diese Weise keine Sekunde langweilig. Highlight des Abends war jedoch das live vorgetragene Trompetenspiel von Tilo Wolff, das ich auch in der Rubrik „live pics“ festgehalten habe. So verflog die Zeit und es war schade, als das Konzert sich dem Ende zuneigte. Das einzige Lied, das mir von Lacrimosa so gut gefällt, dass ich es mitsingen kann, nämlich „Alleine zu zweit“, wurde für die Zugabe aufgespart. Auch für eingefleischte Fans scheint dieses Lied ein besonderes Schmankerl zu sein, denn es wurde ausgiebig mitgegrölt und so fand das Konzert kurz vor seinem Ende noch einen weiteren Höhepunkt.

Resumierend kann ich die Live- Auftritte von Lacrimosa uneingeschränkt weiterempfehlen und mich für einen fantastischen Abend bedanken, der mir lange im Gedächtnis bleiben wird.

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